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Julia Jordan

Julia Jordan

Abteilungsleiterin Kommunikation
julia.jordan@dzhyp.de

DZ HYP veröffentlicht deutschen Pfandbriefmarktbericht 2018/2019

19.09.2018, Deutsche Pfandbriefe unter dem Einfluss Europas.

  • Die Geldpolitik der EZB bestimmt die Richtung der Renditen und Swapspreads deutscher Pfandbriefe
  • Mit der Harmonisierung der europäischen Covered Bond Gesetze dürften auch Änderungen im Pfandbriefgesetz anstehen
  • Die hohe Bonität der Pfandbriefe profitiert weiterhin von den soliden gesetzlichen Grundlagen in Deutschland

Der Einfluss Europas auf den deutschen Pfandbriefmarkt ist groß. Im Moment gibt die Europäische Zentralbank (EZB) mit ihrer nach wie vor expansiven Geldpolitik die Richtung für Renditen und Swapspreads am europäischen Covered Bond Markt vor. Auch die deutschen Pfandbriefe sind davon betroffen. Seit Beginn des Jahres weiten sich die Pfandbrief-Swapspreads leicht aus, wobei diese Entwicklung bei Anleihen im längeren Laufzeitenbereich von zehn Jahren stärker als am kurzen Ende des Laufzeitenspektrums ausfällt. Wichtigster Grund für diese allgemein am Covered Bond Markt zu beobachtende Tendenz ist das rückläufige Kaufvolumen unter dem dritten Covered Bond Kaufprogramm (CBPP3) der EZB. Ab 2019 werden wahrscheinlich nur noch die Rückflüsse aus den verschiedenen Anleihekaufprogrammen von der EZB reinvestiert. Ob fällige Covered Bonds entsprechend wieder in dieser Assetklasse angelegt werden, ist derzeit noch unklar. Unter der Annahme, dass die Rückflüsse aus CBPP3 des ersten Halbjahres 2019 in den Covered Bond Markt gleichmäßig auf die ersten sechs Monate des Jahres verteilt reinvestiert werden, ergäbe sich ein monatliches Kaufvolumen von 2 Mrd. Euro. Dies wäre in etwa die Hälfte dessen, was die EZB noch zu Beginn 2018 gekauft hat. Die Unterstützung für die Swapspreads geht damit zurück. Die erwarteten EZB-Käufe sollten einen allgemein sprunghaften Anstieg der Risikoprämien jedoch verhindern. Die Harmonisierung der europäischen Covered Bond Gesetze schreitet voran. Im März 2018 wurde der Entwurf des europäischen Regulierungswerks veröffentlicht. Es gibt noch Anpassungsbedarf, insbesondere bei der Definition geeigneter Deckungswerte und der Anforderungen hinsichtlich der Homogenität der Deckungsmasse. Insgesamt kann der prinzipienbasierte Entwurf jedoch als sehr gut gelungen angesehen werden. Für das deutsche Pfandbriefgesetz dürfte es im Detail Anpassungsbedarf geben. Bei vielen Punkten im europäischen Regulierungswerk dürfte aber das deutsche Pfandbriefgesetz als Ideengeber gedient haben. Bis spätestens zum Frühjahr 2019 sollte das Regulierungswerk veröffentlicht werden, wenn dieses europäische Projekt noch vor den voraussichtlich vom 23. bis 26. Mai 2019 anstehenden Europawahlen abgeschlossen werden soll. Nach Veröffentlichung wären die Mitgliedsländer der Europäischen Union (EU) am Zug, um die neuen Vorgaben aus Brüssel in nationales Recht umzusetzen. Für Pfandbriefgläubiger dürften sich daraus keine Verschlechterungen ergeben. Zu den Stärken des Pfandbriefs zählen die soliden gesetzlichen Grundlagen, womit ein belastbares Fundament für die hohe Bonität dieser Anleiheklasse gelegt wird. Dies erkennen auch die Ratingagenturen immer wieder an.

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